Landesfeuerwehrverband und Landkreistag: Leitstellen sind in ihrer bisherigen Anzahl und Struktur unverzichtbar

Gesundheit

 

Anlässlich der Äußerungen von Sozialminister Stefan Grüttner Ende vergangener Woche zu möglichen Fusionen von Leitstellen äußern sich Landesfeuerwehrverband Hessen und Hessischer Landkreistag gemeinsam zu diesem für die Bevölkerung so wichtigen Thema. Die beiden Verbände betonen, dass sich die bestehende Struktur – 25 Leitstellen, davon eine in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt, eine gemeinsame in Stadt und Kreis Kassel – in der Vergangenheit uneingeschränkt bewährt habe.

Auf der Ebene der Landkreise laufen alle Zuständigkeiten für die Bereiche Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst zusammen. Sie sind vor Ort Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger, in allen Notsituationen rund um die Uhr und kennen sich in ihrer Region bestens aus.

Landrat Erich Pipa (Main-Kinzig-Kreis), Präsident des Hessischen Landkreistages, betont: „Den Landkreisen kommt auch wegen der immer wieder auftretenden Naturkatastrophen sowie der allgemeinen Sicherheitslage als unteren Behörden der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr eine wichtige Bedeutung zu: ihre integrierten Leitstellen koordinieren und leiten die regionalen Einsätze. Sie geben dem verantwortlichen Landrat vor Ort die Möglichkeiten, nach den Gegebenheiten des Einzelfalles alle notwendigen Schritte einzuleiten.“

Präsident Ralf Ackermann (Landesfeuerwehrverband Hessen) ergänzt: „Bei den vom Sozialminister ins Gespräch gebrachten „zentralisierten Call-Centern“ würde jegliche Ortsnähe fehlen. Dort müsste aus der Ferne reagiert werden, so dass die Situation vor Ort häufig nicht angemessen beurteilt werden kann. Dies kann nicht im Interesse der Menschen vor Ort sein kann.“

Hervorzuheben ist, dass sich die nichtpolizeilichen Gefahrenabwehrstrukturen seit Jahrzehnten in Hessen bewährt haben und die Leitstellen überregional hervorragend zusammenarbeiten.“

06.10.2014_Pressemitteilung.pdf

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