Kommunalisierung statt Zentralisierung: Verantwortlichkeit für die Bildungsregionen vor Ort

 

„Die anstehende Reform der Staatlichen Schulämter kann eine riesige Chance sein, die Bildungsregionen vor Ort zu stärken und auszubauen“, so der Vorsitzende des Schulausschusses des Hessischen Landkreistages Landrat Matthias Wilkes. „Dabei kommt es aber jetzt darauf an, die Staatlichen Schulämter nicht aus den Bildungsregionen herauszuziehen und damit zu zentralisieren, sondern die Schulverwaltungsangelegenheiten vor Ort in eine Hand zu legen. Dies wäre gleichzeitig die einmalige Chance, die Widersprüchlichkeiten der „Inneren“ und „Äußeren“ Schulverwaltung in den Griff zu bekommen.“

 

Der Schulausschuss des Landkreistages sieht auf der Grundlage seines bereits vor drei Jahren verabschiedeten Strategiepapiers die Möglichkeit, neben der Schulverwaltung in den Landratsämtern sowie der durch die Landkreise verantworteten öffentlichen Jugendhilfe auch die Schulverwaltungsaufgaben der bisher Staatlichen Schulämter durch deren Kommunalisierung in einer Hand zusammenzufassen. Damit wäre ein Ansprechpartner vor Ort für die Schulen geschaffen und der für die Schulen bei einer Zentralisierung der Schulämter drohenden weiteren Zersplitterung der Zuständigkeiten ein Riegel vorgeschoben. Die von Frau Kultusministerin Henzler vorgelegte Gesetzesinitiative für die Entwicklung von selbständigen Schulen wird vom Schulausschuss des Landkreistages grundsätzlich begrüßt und unterstützt. Diese Gesetzesvorlage beinhaltet jedoch als festen Baustein die Schaffung von Bildungsregionen auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. Eine Zentralisierung der Staatlichen Schulämter würde damit auch dazu führen, dass sich die Kultusministerin mit ihrem eigenen Gesetzesvorhaben in Widerspruch versetzt. 
 

07.06.2011_Pressemitteilung.pdf

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