Aktualisiertes "Strategiepapier Schule" des Hessischen Landkreistages zu Beginn der neuen Legislaturperiode: Landkreistag fordert individuelle Förderung sowie weitergehende Kommunalisierung der Schule!

Aktualisiertes "Strategiepapier Schule" des Hessischen Landkreistages zu Beginn der neuen Legislaturperiode: Landkreistag fordert individuelle Förderung sowie weitergehende Kommunalisierung der Schule!

 

„Gerade in Sachen Schule müssen wir uns im Interesse aller auf das Wesentliche konzentrieren: auf die Bildung. Denn Bildungschancen sind Lebenschancen!“ Mit diesen Worten stellt der Präsident des Hessischen Landkreistages (HLT), Landrat Robert Fischbach (Landkreis Marburg-Biedenkopf) das aktualisiertesStrategiepapier Bildung“ des Hessischen Landkreistags vor.

Der Hessische Landkreistag versteht sich als Sprachrohr der Landkreise in ihrer Aufgabe als Schulträger und damit auch als wichtiger Ideengeber und Partner des Landes in der hessischen Schulpolitik. Das „Strategiepapier Bildung“ wurde durch das Präsidium des Hessischen Landkreistags daher vor Beginn der neuen Legislaturperiode des Landtags beschlossen und wird nun an die Landtagsfraktionen als Anregungen für die anstehenden Koalitionsverhandlungen übermittelt.

„Wir benennen in unserem Papier Bereiche, in denen wir dringenden Entwicklungsbedarf sehen: Schule muss sich inhaltlich und organisatorisch weiterentwickeln, damit die Schülerinnen und Schüler in Zukunft im europäischen Wettbewerb bestehen können“, so der Präsident.

Positioniert hat sich der Landkreistag zu vielen Fragen der Bildungspolitik, von der Medienausstattung und -pädagogik bis hin zur gesunden Schulverpflegung. Kern der Überlegungen ist aber die Anpassung und Regionalisierung der Bildung durch deutliches Stärken kommunaler Verantwortung: „Selbstständige Schulen, Kommunalisierung des Lehrerpersonals, eine Kommunalisierung der Schulaufsicht sowie flexiblere Schulentwicklungsplanung, das alles sind Elemente unseres Konzeptes zu einer modernen und den Bedürfnissen der Regionen angepassten Bildungslandschaft“.

Präsident Fischbach: „Um unser Schulsystem zu modernisieren, brauchen wir vor allem zweierlei: mehr Wettbewerb und mehr Flexibilität. Auch Bildungseinrichtungen müssen sich Angebot und Nachfrage sowie der Konkurrenz untereinander stellen. Das heißt konkret: Wir brauchen den Wettstreit zwischen den Schulen um Schüler - aber auch um motivierte Lehrer."

Landrat Fischbach machte klar, dass das Strategiepapier ein parteiübergreifender Ansatz sei, den seit vielen Jahren schwelenden Schulkonflikt im Land endlich pragmatisch zu lösen. Die Neukonstitution des Hessischen Landtages biete eine gute Gelegenheit dazu. Er sei überzeugt davon, dass es „den“ Königsweg in Sachen Bildungssystem nicht gebe. Was in der einen Kommune vorbildlich funktioniere könne woanders, unter anderen Bedingungen, mit anderen Menschen genauso gut scheitern. Zielführend seien daher nicht möglichst einheitliche Schullandschaften, sondern viele unterschiedliche, innovative auf die Bedingungen vor Ort zugeschnittene Bildungsangebote, die auf gesunde Art und Weise miteinander konkurrieren. "Daher sprechen wir uns auch nicht für oder gegen G8 aus, sondern fordern angepasste Lösungen", erklärte Fischbach abschließend.

Das „Strategiepapier Bildung“ steht auf den Internetseiten des HLT zum download bereit.


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