Mehr Bundes- und Landesmittel für die Krankenhäuser notwendig!

Gesundheit

Hessischer Landkreistag fordert mehr Fördermittel für Infrastrukturinvestitionen sowie die Einführung eines Sicherstellungszuschlages für die Notfallversorgung in Krankenhäusern in ländlichen Regionen

 

Anlässlich seiner heutigen Sitzung hat sich das Präsidium des Hessischen Landkreistages insbesondere auch mit der Zukunft der Krankenhäuser in Hessen befasst. Die 21 hessischen Landkreise haben zusammen mit den kreisfreien Städten den Sicherstellungsauftrag für die Krankenhausversorgung; eine große Zahl der Landkreise ist darüber hinaus auch Träger eigener kommunaler Häuser. Insgesamt zwei Kernforderungen wurden an den Bund und das Land Hessen adressiert.

Der Präsident des Hessischen Landkreistages, Landrat Erich Pipa (Main-Kinzig-Kreis), fasst die beiden Forderungen wie folgt zusammen:

„Die Sicherung einer tragfähigen Krankenhausversorgung in allen Landesteilen Hessens kann nur erfolgen, wenn dem absehbaren Investitionsstau entgegengewirkt wird. Nach Einschätzung von Experten werden in Deutschland rund 6 Milliarden Euro jährlich zur Sicherstellung der Krankenhausversorgung benötigt, wobei lediglich die Länder zur Zeit mit 2,7 Milliarden Euro fördern. Für Hessen bedeutet dies, dass zum heutigen Förderumfang von ca. 250 Millionen Euro die hessischen Krankenhäuser zusätzlich 150 Millionen Euro mehr an Fördermittel für Investitionen pro Jahr benötigen, um auch künftig eine hochwertige Versorgung zu gewährleisten. Wir sehen hierbei den Bund und das Land in der Pflicht, diese Mittel den hessischen Krankenhäusern zur Verfügung zu stellen.

Ergänzt werden muss dies durch einen pauschalen Sicherstellungszuschlag für die 24-Stunden-Notfallversorgung für die Krankenhäuser gerade in den ländlichen Regionen. So vergütet das derzeitige DRG-Fallpauschalensystem ausschließlich erbrachte Leistungen und nicht die notwendigen Vorhalteleistungen. Dies führt dazu, dass Häuser im ländlichen Raum, die nachts und am Wochenende eben nicht so viel Zulauf wie die Häuser im Ballungsraum haben, in finanzielle Schieflagen geraten können. Deshalb fordern wir einen pauschalen Sicherstellungszuschlag für Häuser der Notfallversorgung im ländlichen Raum, der aber nicht zu Einbußen anderer Häuser führen darf.

Wir können und dürfen den Bund und das Land Hessen nicht aus der Mitverantwortung für die Krankenhausversorgung entlassen und rufen beide zum schnellen Handeln auf."

 

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