Ein starkes Zeichen gegen Rassismus, gegen Antisemitismus und für Menschlichkeit

Aus dem HLT

Hessischer Landkreistag richtet die hessenweite Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus aus

Die diesjährige landesweite Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus wird am Abend des 27. Januars coronabedingt als Streamingveranstaltung aus dem Plenarsaal des Main-Taunus-Kreises durchgeführt. In seinen Begrüßungsworten erinnert der Präsident des Hessischen Landkreistages, Herr Landrat Wolfgang Schuster (Lahn-Dill-Kreis) daran, welch hohes Gut in diesem Raum beheimatet ist, da dort sonst der Kreistag als frei gewähltes Parlament seine Sitzungen abhält und seine demokratischen Entscheidungen trifft.

 

Neben den Gedenkworten des Hessischen Ministerpräsidenten, Herrn Volker Bouffier, und dem Schlusswort von Herrn Boris Rhein, Präsident des Hessischen Landtages, stehen in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler und somit junge Menschen im Mittelpunkt, die sich eingehend mit dem Nationalsozialismus und dem Gedenken an die Opfer von Gewaltherrschaft befasst haben. So haben sich Schülerinnen und Schüler des Projektes „Schule ohne Rassismus“ von der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus gemeinsam mit ihrem Lehrer Willi Jahncke mit dem Schicksal der Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Die entsprechenden Gedanken und Überlegungen ihres Projektes bilden den Hauptteil der Gedenkveranstaltung. Auch die musikalische Umrahmung wird durch junge Menschen gestaltet: Es spielt das Kammerensemble der Eichendorffschule, Kelkheim (Taunus) unter der Leitung von Rüdiger Amann am Klavier.

 

In seiner Begrüßung übt Präsident Landrat Schuster Kritik an aktuellen Übertritten durch sogenannte Querdenker, namentlich die Bezugnahme auf die Widerstandskämpferin Sophie Scholl und damit eine von den Nationalsozialisten ermordeten Widerstandskämpferin. Auch die wiederholte Verwendung des von den Nationalsozialisten eingeführten Judensterns durch Querdenker auf Demonstrationen sei schockierend. In diesem Zusammenhang zitiert Präsident Schuster die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihren Worten: „Lügen nicht Wahrheit nennen und nicht Wahrheit Lügen“.

 

Am Ende seiner Begrüßung schließt er mit den Worten des Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer, der vor einer Schulklasse ausgeführt hat: „Ihr seid nicht schuld an dem, was geschah, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht.“ Präsident Landrat Schuster führt weiter aus: „Dieses Zitat ist Verpflichtung für uns alle. Unsere Gedanken sind an diesem Tag bei den Millionen Opfern des unsäglichen Mordens in der NS-Zeit. Diese Gedenkveranstaltung soll ein nachhaltiges Signal setzen, dass Erinnerung nicht enden darf. Sie soll zugleich ein starkes Zeichen gegen Rassismus, gegen Antisemitismus und für Menschlichkeit sein“, so Präsident Landrat Schuster abschließend.

 

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