HLT fordert „DigitalPakt Schule#Hessen“

 

In seiner Novembersitzung hat das Präsidium das Positionspapier „DigitalPakt Schule#Hessen“ zur digitalen Bildung in Hessen beschlossen. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass ein wesentlicher Faktor prosperierender innovativer Volkswirtschaften gut ausgebildete Fachkräfte sind. In einer globalisierten Welt ist es deshalb eine wirtschaftlich überlebenswichtige Notwendigkeit, künftige Arbeitskräfte auch im Umgang mit IT/Informationstechnik bestmöglich auszubilden und zu fördern. Dazu gehört u.a. schon in der Schule eine Antwort auf die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche geben zu können. Dies erfordert eine entsprechende ITAusstattung und Breitbandanbindung der Schulen.

Die Kultusministerkonferenz hat 2016 mit ihrer Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ einen verbindlichen Rahmen hierfür gesetzt. Besonders hervorgehoben wurde dabei, dass es sich um eine gemeinsame Aufgabe von Ländern, Bund und Schulträgern, also um eine gesamtstaatliche Aufgabe handelt. Der HLT hatte aufgrund der enormen Kosten, die nicht alleine durch die Schulträger getragen werden können, im Rahmen der Novelle des Schulgesetzes 2017 eine dauerhafte hälftige Finanzierung der IT-Ausstattung der Schulen durch das Land Hessen und die Schulträger gefordert. Das Land ist dieser drohungs- und Gefährdungslage habe sich durch den Anschlag vom 11. September 2001 grundlegend und wie nie zuvor geändert. Seitdem stelle der islamistische Terror auch die hessischen Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen, Präsident Schäfer betonte in diesem Zusammenhang, der Rechtsstaat müsse wehrhaft sein. Auch verdeutlichte er den Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmern die Bedeutung insbesondere der Prävention Vor dem Hintergrund des Zuwachses der rechtsextremen Gruppierungen in den letzten Jahren problematisierte er die besonderen Herausforderungen des Internets und schloss mit dem Hinweis, dass hier alle politischen und administrativen Ebenen gleichermaßen gefordert seien. Forderung nicht nachgekommen. Jedoch wurde die Notwendigkeit der finanziellen Unterstützung auf Bundesebene erkannt.

Mittels des „DigitalPakts Schule“ soll eine (auf 5 Jahre begrenzte) Projektförderung gewährt werden. Nach Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen werden auf Hessen voraussichtlich ab Januar 2019 ca. 368 Mio. Euro entfallen. Diese Förderung ist eine „historische Chance“, die nicht vertan werden darf. Notwendig ist ein zielgerichteter und koordinierter Einsatz dieser Mittel. Deshalb formuliert der HLT die aus seiner Sicht gegebenen Notwendigkeiten. Ein zentraler Punkt ist u.a., dass die „Technik der Anwendung folgen“ muss. Zunächst muss das Land definieren, was in den Schulen mit der IT-Technik gemacht werden soll und die Lehrkräfte entsprechend qualifizieren. Anschließend kann dann die hierfür erforderliche Technik zielgerichtet angeschafft werden. Bisher blieb die von den Schulträgern beschaffte IT-Technik mangels verbindlicher Landesvorgaben leider oft ungenutzt.

Weiter müssen die Lehrkräfte für den Einsatz der Technik befähigt werden. Auch erfordert die Umsetzung eines solchen Mammutprojekts ein professionelles Programm-Management, das die Umsetzung im Dialog der Beteiligten koordiniert und unterstützt.

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Mitgliederversammlung des HLT: 70 Jahre Interessensvertretung und aktuelle Herausforderungen

 

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